PostScriptum
AKTUELLES ALBUM
„Prophet:Deny“
VÖ 09/2007
India Records/Rough Trade
www.postscriptum.no
EINE NEUE FORMEL FÜR GUTE MUSIK
Seit vielen Jahrhunderten beschenken große Genies die Welt mit fantastischen Klangkunstwerken. Doch eine Formel für die Herstellung guter Melodien, ein einstein’sches E=mc2 der Musik, hat der Nachwelt bisher kein Mozart und kein Mendelssohn, kein Bach, Bruckner oder Beethoven hinterlassen. So muss die Menschheit weiterforschen – bis zum heutigen Tag. Immerhin aber gibt es von Zeit zu Zeit neue Erkenntnisse, beispielsweise über den proportionalen Zusammenhang von Langeweile und Musikleidenschaft. Glaubt man Petter K. Skippenvald – Sänger und Gitarrist, Komponist und Texter der aufstrebenden norwegischen Gothic-Rockband PostScriptum -, so haben ihn in erster Linie die Ödnis und erdrückende Beschaulichkeit seiner zu klein geratenen Heimatstadt an die Gitarre genötigt.
Aufgewachsen bin ich in einem winzigen Städtchen namens Lillesand. Es gab schlicht nichts zu tun dort. Und so machte ich, was ich liebte: Musik.
(Petter K. Skippervold, Frontmann von PostScriptum)
Im Wohnzimmerstudio seines Herrn Papa durfte der kleine Petter Kjus schon von Kindesbeinen an werkeln, wie ihm der Sinn stand. Erste Achtungserfolge waren daher kaum vermeidbar und so wurde ein hier nicht näher zu nennendes Majorlabel auf das Talent aus dem hohen Norden aufmerksam. Schnell wurde ein Vertrag unterzeichnet, doch was danach geschah, ähnelte in frappierender Weise den Gepflogenheiten an Petters Heimatort: nichts. Gar nichts. Keine Single, kein Album, keine Hits, keine Musikkarriere. Petter zog die Konsequenzen und ging studieren: Theologie.
An der Universität von Oslo ist er mittlerweile Dozent, doch den Traum von der Musikkarriere hat er ungeachtet allen Bücherstudiums niemals aufgegeben. Mit einer Eigenproduktion gewann er 2004 einen Radiowettbewerb und somit die Teilnahme an einem Festival. Allerdings: ohne Band ist schlecht Auftreten. Flugs rekrutierte er im Freundes- und Bekanntenkreis Mitmusiker, gründete PostScriptum und kurz darauf PostRecordings, die eigene Plattenfirma. Denn auf Majorlabels hatte Petter keine Lust mehr.
Nach mehr als 50 Club-Gigs und Auftritten auf den größten Festivals sowie diversen Charts-Erfolgen wurde Petter Norwegen zu klein – und vermutlich auch zu langweilig. Abwechslung soll nun der Sprung auf den zentraleuropäischen Kontinent bringen. Die beiden Singles „Garbage Man“ und „This Is Dynamite“ wurden bereits veröffentlicht und vom avisierten Indie-Publikum hierzulande wohlwollend rezipiert. Das Album „Prophet:Deny“ steht seit September 2007 in den deutschen Läden.
Mit der traumwandlerisch stilsicheren Mischung aus Gothic-artigem Gesang und artrockigen Arrangements zielen PostScriptum beileibe nicht nur auf das Underground-Publikum. In Hits wie „Your Eyes“ verschmilzt der Pop-Appeal einer Band wie A-ha mit der düsteren Sehnsucht eines Iggy Pop, treffen ausufernde Arrangements im Stile der von Brian Eno produzierten Irland-Rocker U2 auf das tiefe Timbre eines David Bowie.
Das passt nicht zusammen? Und wie das passt! Und wer weiß? Vielleicht haben PostScriptum ja die Formel gefunden, auf die die Musikwelt seit Jahrhunderten wartet. Oder zumindest – wem das allzu übertrieben scheinen mag – mit „Prophet:Deny“ der Geschichte ein neues musikalisches Meisterwerk hinzugefügt.
LINKS
www.postscriptum.no
www.myspace.com/postscriptum
www.india-records.de
PRESSESTIMMEN
Die Norweger haben verstanden, was ein großes Album ausmacht …
[melodie & rhythmus 10/07]
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Die Popversammlung. Kommt zusammen!