TELE am 21. September im FZW

cover-klein.jpg  Am 5. Juni haben Tele ihr viertes Album “Jedes Tier” veröffentlicht. Dazu sind die Berliner nach ihrem “Major-Ausflug” wieder zu ihrem alten Label Tapete Records zurück gekehrt. Bei ihrer bevorstehenden Tour kommt die Band am 21. September zur Vorstellung des neuen Albums auch ins FZW.

Waren die letzten Platten von Tele Fragen oder Aussagen, ist diese ein Tier, und zwar jedes. Eines, das sich bewegt ohne Grund, nur weil es z.B. essen muss. Eines, das Haken schlägt, auf der Straße und im Keller, zwischen Club, Lagerfeuer und Ballsaal. Eines, das nicht schafft und nicht stempelt. Eines, das liebt ohne zu frieren. Zwölf Lieder sind es geworden für in und nach der Krise, für die von 15-49 und dann bis in Ewigkeit:“die Nacht ist jung, genau wie wir, du bist so schön; ich nenn‘ Straßen nach Dir.“ Einzig Musik kann man dazu sagen, Hardpop, Softrock, Afrobeat, Indie, Rap, Pianobar, Fahrstuhl, Stadion, egal. Nicht die Orte, nur die Leute, die hingehen. Konfusion?

Vielleicht liegt es an Francescos Texten, bei denen man nie weiß, ob sie das Gesetz der Natur der Dinge predigen oder fabrikneue Witze erzählen. Aber sie treffen Stellen, wo vorher nichts war, Herzverlängerungen, neue Augen.Vielleicht ist es das Heiß-Kalt, Schnell-Langsam der Musik, die immer dann aufspringt, wenn man dachte, man dürfe ausruhen. Die tiefen Beziehungsgespräche der Gitarren, deren Kinder, süße Orgelmelodien, auf Bass und Schlagzeug liegen wie auf einem Sofa und sich zurücklehnen bis kurz bevor die Lehne bricht. Und niemand bringt je den Müll runter. Die Band hat gearbeitet wie ein Tier, in vielen Räumen geschrieben, geprobt und gespielt, anderthalb Jahre lang. Zusammen mit neuen und alten guten Leuten wie Patrick Majer (Wir Sind Helden), Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic), Pascal El Sauaf und Peter Schmidt (Klee, Selig, Quarks). „Jedes Tier, das lebt, hat einen Namen, jeder Stern, der scheint, scheint nur für Dich.“. Schön, wenn jemand an einen denkt, mit Musik eine Brief in die Luft schreibt, abseits von „kannst-du-mir-mal-die-Butter-reichen“ und „was-will-man-machen“.Sollen doch die anderen abwracken, jammern und zu allem die nächstbeste Meinung haben. „Die Zeiten ändern sich, ich weiß, morgen wird heute gestern sein“ – einfacher geht es nicht und dahinter drei Akkorde und alle Rasseln und Töpfe, die gerade im Busch waren.

Rezensionen:

laut.de
plattentest.de
motor.de
laxmag.de
Stadtpark
Intro
Die Kopfhörer

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