miLù gastiert am 10. April im Blue Shell

milu_logo.jpgEin Schamane im Norden Norwegens sagte einmal zu Milù: „Du singst wie das Meer – still und aufbrausend.“

Treffender hätte der weise Mann es nicht ausdrücken können. Nur wenige Künstler besitzen die Gabe beim Hörer einen Moment archaischer Lebendigkeit anzukratzen. Und ist der Kratzer erst einmal da, weinen sie, schmunzeln und gehen sichtlich entspannt aus der Tür, um wieder zu kommen.

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Milù, so möchte man sagen, beherrscht „die Kunst der geheimen Seelensprache“.

Seit nunmehr sechs Jahren entwickelt sich das künstlerische Schaffen der in Berlin lebenden Sängerin, Texterin und Produzentin. Die Anfänge waren ihre Band MILA MAR, getragen von spielerischer Eleganz, eine jugendliche Rebellion in vier Oktaven. Dann ein Seitenblick Richtung Mainstream – kommerziell gekrönte Veröffentlichungen und Konzerttourneen mit SCHILLER.

Kooperationen mit Filmemachern folgten und dann der Weg hin zum ersten Soloalbum „No Future in Gold“. „Mein schönster Fehler“, sagt Milù heute über ihr deutschsprachiges Album und: „Fehler muss Mensch leidenschaftlich begehen, um zu wissen, wo die eigenen Wurzeln liegen.“ Wenn man die Lieder ihres aktuellen Albums „longing speaks with many tongues“ hört, Lieder wie tara, warm oder frida, dann kann man nur vermuten, dass sie ihre Wurzeln gefunden hat. „Longing speaks with many tongues“ ist ein fast puristischer Neubeginn, schnörkellos und in sich ruhend.

Es ist nicht „eine Stimme“, die Milù so eigen macht, es ist ihre Stimmvielfalt, ihr facettenreicher Ausdruck. So ist es nur konsequent, dass sie sich auf ihrem zweiten Album ihrer eigenen Sprache bedient – eine universelle Vokalsprache, die uns vermuten lässt, der Orient liegt im Eismeer.

MiLù gastiert am 10. April im Rahmen ihrer Tour 2008 im Blue Shell. Tickets gibt es bei Kölnticket und Kartenhaus sowie an der Abendkasse.

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