The Intersphere live

the_intersphere_live_doc.jpgThe Intersphere bringen Mitte Februar ihr zweites Album heraus. Produziert von Fabio Trentini, der auch schon H-Blockx und Guano Apes mit bestem Sound versorgt hat, kommt auf den Hörer eine akustische Entdeckungsreise zu, die auch reichlich Platz für Neuentdeckungen nach dem vierten, zehnten oder dreiundzwanzigsten Mal Hören zulässt. Live präsentieren die Jungs ihr Werk auf einer ausgedehnten Tour, die sie unter anderem auch nach Köln und Dortmund führen wird.

Eine Band, die drei Jahre nach ihrer Gründungschon zweimal bei Rock am Ring – immerhin Deutschlands größtes Festival – die Massen begeistert hat, kann nicht allzu viel falsch gemacht haben. Und in der Tat: die Geschichte von The Intersphere klingt wie ein modernes Rockmärchen. 2006 trafen die vier Mittzwanziger in einem Mannheimer Übungskeller aufeinander. Und was dann passierte, überraschte die Musiker von The Intersphere wohl am meisten. „Eigentlich wollte ich damals nur ein paar meiner Songs live umsetzen“, erinnert sich Sänger Christoph Hessler. Doch schnell war allen Beteiligten klar, dass hier die gleichen Visionen aufeinander trafen, sich Melodien und Grooves wie von selbst zusammenfügten und sie immer wieder jene magischen Momente erlebten, die große Rockmusik ausmachen. Schon mit ihrem Debütalbum „s.o.b.p.“ sorgten sie in der deutschen Musikszene für Aufsehen, doch mit ihrem zweiten Album „interspheres><atmospheres“ haben sie nun das geschafft, worauf andere Bands ein ganzes musikalisches Leben lang (vergeblich) warten: ein Album, das den Zuhörer vom ersten bis zum letzten Takt in seinen Bann zieht und auf eine akustische Entdeckungsreise schickt. Geschickt bedienen sich The Intersphere dabei im Fundus von 40 Jahren Rockgeschichte und schaffen es trotzdem auf wundersame Weiseabsolut originell und eigenständig zu klingen. Aufgenommen in den Horus Studios in Hannover unter der Regie von Produzent Fabio Trentini (Guano Apes, H-Blockxx) haben Frontmann Hessler, Gitarrist Thomas Zipner, Sebastian Wagner (Bass) und Drummer Moritz Müller 12 Songs abgeliefert, mit denen sie sich konsequent und gekonnt zwischen alle Stühle hocken. Grandios vermischen sie Artrock mit Alternative, schmeißen Hallspiralen an, lassen psychedelisch angehauchte Effektgitarren schweben und klingen dabei jenseits von Hippieseligkeit so druckvoll und postrockmodern, dass vor dem geistigen Auge wie von selbst verschwitzte T-Shirts und tobende Massen in engen Clubs und auf sommerlichen Festivalwiesen auftauchen. Und wenn die Jungs in Wirklichkeit auch nur halb so cool sind, wie ihre Songs, dann werden sie mit den schon bald auf sie lauernden Vergleichen mit Bands wie Muse, Dredg oder Incubus souverän umzugehen wissen. Zumal The Intersphere bei all den Experimenten nie vom Wesentlichen ablenken lassen: jene Melodien zu fabrizieren, die sich mit jedem Mal hören ein wenig tiefer in das Bewusstsein brennen. Kurzum: Ein Album, das so klingt, als hätten Pink Floyd und The Police bei der einen oder anderen lustigen Zigarette zusammengesessen, über Konzeptalben und begnadete Drummer diskutiert und am Ende der Nacht Rezepte für den perfekten Song ausgetauscht. „Es ist Musik, die das Hinhören erfordert; gerne auch mit Kopfhörern“, gibt Christoph Hessler die Betriebsanleitung für die Reise in die Zwischenwelt, die an vielen Stellen klingt, wie der Soundtrack für einen noch nicht gedrehten Film. Denn nicht nur musikalisch, sondern auch mit ihren Texten entführen The Intersphere den Zuhörer in fremde Sphären. „Mich haben schon immer Grenzbereiche interessiert“, sagt Hessler. Und das drückt sich auch in den Lyrics aus: immer wieder klingt die Zerrissenheit durch von einem, der sich nicht zugehörig fühlt und mit dem genauen Blick des Außenstehenden die Dinge betrachtet. Und so trägt die Platte auch die Züge eines klassischen Konzeptalbums, bei dem ein Song auf den anderen aufbaut und sich mit dem Cover-Artwork zu einem Gesamtkunstwerk verbindet.Eine Textzeile wie „I have a place for you on google earth“ bringt das Ganze irgendwie auf den Punkt: so könnte der Progressive-Rock für die Generation Facebook klingen. Wobei nicht nur junge Hipsters bei den Gigs der Vier aus der Zwischenzeit im Publikum versammelt sind. Auch der eine oder andere Rock-Oldie, der schon in den Siebzigern dabei war, findet sich im Publikum, wenn The Intersphere eine ihrer energiegeladenen Clubshows spielen.Denn auch wenn sie seit den „Rock am Ring“-Auftritten wissen, wie sich die ganz große Bühne anfühlt, freuen sich die vier Musiker schon jetzt darauf, mit ihren neuen Songs auf Clubtour zu gehen. „Wir haben bis jetzt jedes Jahr rund 70 Konzerte gespielt“, erzählt Christoph Hessler. „Und wir hätten nichts dagegen, wenn das noch ein paar mehr würden.“ Und die zahlreichen Intersphere-Fans würden sich da sicher auch nicht beschweren…

popversammlung live:

Tourplakat
Tourplakat
Tourplakat
Tourplakat
Tourplakat
Tourplakat
Tourplakat
Tourplakat